John Frusciante-The Empyrean

The Empyrean

Außerhalb der Reichweite der Pop-Charts und Radio-Formate hat Red Hot Chili Peppers-Gitarrist John Frusciante, eine Parallelwelt als Solo-Künstler über eine Reihe von sehr persönlichen und glänzenden Alben realisiert. Sein zehntes Werk „The Empyrean“, ist sein ehrgeizigstes bisher.

Der Titel orientiert sich an dem von Dante, Milton und Keats verwendeten Terminus, um den höchsten Punkt am Himmel zu beschreiben. Frusciante beschreibt es als ein Konzept-Album. In etwa geht es dabei um zwei Seelencharaktere, die sich im Geist eines Meschen, im Verlauf seines Leben manifestieren. Man benötigt für das verstehen des Albums aber keine besonderen esoterischen Kenntnisse, da es sich schon wie bei den Vorgängeralben von Frusciante, um einen Filter seiner eigenen Philosophie,  seiner Vorliebe für das Phantastische und teilweise um sein Leben handelt. Bei wiederholten hören, zeigt sich das Ergebnis als eine verschleierte Erzählung über den Kampf etwas zu Schaffen, Versuchungen zu widerstehehn, den Wunsch nach Anerkennung und eine Illustrierung des Seins.

Bezeichnent für die zehn Songs auf  „The Empyrean“   ist ein ausgewogenes Wechselspiel zwischen feinfühligen Melodien und schlichten Dissonanzen,  häufigenVariationen von Harmonien und Lautstärke und der meist langsam fortschreitente Charackter, der den Höhrer in alle Höhen und Tiefen der Gefühlswelt verführt. Diese Umstände tragen aber auch dazu bei, dass  die Songs anders als bei Vorgängeralben, wie dem außergewöhnlichen „Will To Death“, weniger eingängig sind und druchaus mehrere Durchläufe benötigen.

Das Album enstand in einem Zeitraum von zwei Jahren und wie schon in der Vergangenheit wurde John Frusciante auch diesesmal von namhaften Kollegen unterstützt. Am Bass ist wieder sein kongenialer Parnter, aus der Kreativabteilung  der Red-Hot-Chilli-Peppers, Flea zu hören. Das Schlagzeug spielt Josh Klinghoffer, der bereits einen großen Anteil an der Entstehung von “Inside Of Emptiness“ hatte. Einige Gitarrenparts übernimmt der allgegenwärtige Jonny Marr (The Smiths), Gesangsunterstützung kommt von den New Dimension Singers und für die kammermusikalische Elemente und Arrangements zeichnet sich das Sonus Quartett verantwortlich.

Tracks:
1. Before The Beginning
2. Song To The Siren (Tim Buckley Cover)
3. Unreachable
4. God
5. Dark/Light
6. Heaven
7. Enough Of Me
8. Central
9. One More Of Me (Anspieltipp)
10. After The Ending

Bonus Tracks (Nur auf der japanischen Version)
11. Today
12. Ah Yom

Review: Alexander Csurmann