Mudvayne – The New Game

Mudvayne - The New Game

Am 14. November ist das neue Album der ehemals verrückten – mittlerweile etwas gemäßigteren – Amerikaner erschienen. Ein kurzer Kommentar.

Mit „The New Game“ hat die Band ihr 6. Studioalbum veröffentlicht. Den Trend vom progressiven New Metal des ersten Albums „L.D. 50“, für den die Band bekannt geworden ist, in rockigere – aber um nicht unbedingt weniger ausgefallene – Gefilde setzen Mudvayne konsequent fort. Auch wenn die Songs nun größtenteils geradliniger ausfallen, sind doch immer noch Passagen mit komplexeren Rhythmen und ungeraden Taktarten zu finden. Und Bassist Ryan Martinie besticht wie gehabt durch sein markantes, durch Slapping und andere in diesem Genre sonst eher selten verwendete Techniken, geprägtes Spiel.
„The New Game“ bietet aber nicht nur Musik, sondern man kann sich zusätzlich an der Aufklärung eines (fiktiven) Mordfalls versuchen. Wie das funktioniert? Im Booklet der CD gibt es die Einleitung der Geschichte zu lesen, sowie einen Registrierungscode. Auf der offiziellen Webseite (http://www.mudvayne.com) werden bis 26. Jänner wöchentlich neue Hinweise veröffentlicht. Weitere Hinweise sind sowohl in den Texten des Albums als auch im Musikvideo zu „Do What You Do“ versteckt. Wer den Fall am Stichtag als erstes richtig löst, gewinnt eine lebenslang gültige VIP-Karte.

Fazit: Mudvayne erfinden mit ihrem neuen Album nicht gerade sich selbst oder gar die Rockmusik neu, sondern bleiben bei bewährten Zutaten in etwas neuerem Gewand. Auch wenn es vielleicht ein paar Durchläufe braucht, bis einem das Album ans Herz wächst, sind die Songs gerade für Schlagzeuger ein Reinhören wert. Alles in allem eine Band, die mehr Beachtung verdient. Und die Idee mit der Mordgeschichte kann sich sehen lassen.

Mein Anspieltip: „Have It Your Way“ – solider Heavy-Rock-Song mit akuter Ohrwurmgefahr!

01 – Fish Out Of Water
02 – Do What You Do
03 – A New Game
04 – Have It Your Way
05 – A Cinderella Story
06 – The Hate In Me
07 – Scarlet Letters
08 – Dull Boy
09 – Same Ol‘
10 – Never Enough
11 – We The People

Artikel: Matthias Rigal
Foto: Amazon