Drauf geschissen: Neues von Go! Go! Gorillo

Go! Go! Gorillo – eine Band, eine Haltung, eine Aufforderung an sich selbst. Die griffige Hypermotorik setzen die Wiener Brutal Boogie-Primaten fast schon in Beatnik-Manier um. Brutal On The Road war das Quartett in den letzten zwölf Monaten ja zur Genüge. Motorisiert und musikalisch.
Von Martin Macho

„It´s easy to get buried in the past/When you try to make a good thing last” sang Neil Young in seinem „Ambulance Blues“ vor ewigen Zeiten. Der schöne Schein der Vergangenheit wird zum selbst geschaufelten Grab, erhebt man ihn zum Fetisch. Nun denn, Gorillos, Spatz in der Hand oder Taube am Dach? Stehen bleiben oder vorwärts treiben? Weiter mit Sicherheit oder mit Sicherheit weiter? Vor die Wahl gestellt machen die Vier genau das, was zu tun übrig bleibt: Sie verfallen in affengeiles Geschrei – und dann scheißen sie auf dieses Grab.

On The Road
Ganze dreimal gingen Go! Go! Gorillo in den letzten zwölf Monaten auf Kurztour durch Deutschland. Klein aber fein, ausgesuchte – und mehrheitlich auch ausgebuchte – Venues, zur Streckung des Bekanntheitsgrades hinter die nördliche Landesgrenze. Nein, On The Road ist hier keine Floskel mehr, die als schickes Image taugt. Überwiegend begeisterte Fans, wie Drummer King Kong Kolic bestätigt: „Wir sind in Deutschland auf ein durchwegs offenes Publikum gestoßen. Auch Booking-Anfragen werden weitaus öfter beantwortet als bei uns.“

Leidiges Thema, ab da wird der King Kong mürrisch: „Booking würde ich in Österreich gar nicht mehr aktiv betreiben. Bei uns ist der Musikmarkt wie eine geschützte Werkstätte mit ein paar Plattenfirmen, Groß-Bookern und Bands, die in jedem Club und bei jedem Festival auftreten.“ Eben beschrieben: Scheiß drauf, weiter geht´s. „Heuer werden sicher noch Tschechien, vielleicht auch Slowenien bespielt“, verrät Gitarrero Rocco Carletto Details der Tourplanung für den Herbst. Davor noch drei Gigs bei Sommerfestivals in Österreich, im Juli und August stehen Konzerte in Mariazell, Döbriach und Leitersdorf am Programm.

Bewegungsdrang
Eine Menge an Bewegung auch bei der Band selbst. Seit Jänner ist Marcus „Maul“ Ullmann als bereits dritter Bassist der Gorillos offiziell im Einsatz. Noch mit Vorgänger Lukas Krenmayr am viersaitigen Spielgerät wurde vor Weihnachten zum straighten Rocker „Barely Innocent“ das jüngste Video veröffentlicht. Zu „King Kong Loves The Blonde One“ wird gerade – und das ist kein Scherz – in Kampala, der Hauptstadt Ugandas, ein weiteres gedreht. Das trashige Video soll spätestens Anfang Juni fertig sein.

Mit der Arbeit am Vinyl-Release des letztjährigen Albumerstlings „King Kongs of Rock´n´Roll“ befinden sich Go! Go! Gorillo auf der Zielgeraden. Das gute Stück, um einen Bonustrack erweitert, wird im Rahmen der Liveboxx am 08. Mai im Aera vom Stapel gelassen. Apropos Rahmen, finale Good News auch hinsichtlich der marketingtechnischen Rahmenbedingungen der Band, denn die Gorillos verhandeln gerade mit einem renommierten europäischen Independent Distributor über den Vertrieb ihrer Tonträger.

Go! Go! Gorillo im Web:
www.gogogorillo.com
www.twitter.com/gogogorillo
www.myspace.com/gogogorillo
www.youtube.com/gogogorillo

Nächste Live-Dates:
08. Mai – Liveboxx im Aera, Wien (A)
25. Juli – Rock den Berg Festival, Mariazell (A)
07. und 08. August – Sauzipf Rocks Festival, Döbriach (A)
22. August – Rock The Station Festival, Leitersdorf (A)

Foto © Michael Keller