Jojo an den "Jazz-Bongos"

Jojo Mayer

 

Am Freitag, dem 23. Mai, spielte der legendäre Schlagzeuger Jojo Mayer mit seinem Trio „Depart“ am Swiss Beach in der Strandbar Herrmann in Wien, worüber schon berichtet wurde. Nach dem Konzert hatte er Zeit für ein Gespräch.

 

Murphy’s Law

„Whatever can go wrong, will go wrong.“ – Dieser Ausspruch zeigte auch an diesem Abend eine gewisse Daseinsberechtigung. Ausgerüstet mit Diktiergerät kam ich in die Strandbar Herrmann, für den Fall, daß Jojo Mayer für ein Interview für’s Backbeat bereit wäre. So kam es erfreulicherweise auch. Nach dem Auftritt von „Depart“, dem Trio des Schweizers, des Österreichers Harry Sokal (Klarinette, Saxophon) und des in New York geborenen Schweizers Heiri Känzig (Kontrabaß), das etwas über eine Stunde lang Jazz vom Feinsten bot, stellte sich Jojo Mayer mir für ein Interview zur Verfügung.

Doch das Diktiergerät hatte irgendwann zwischen dem letzten Test und dem Beginn des Interviews den Geist aufgegeben. Praktischerweise sind Handys mittlerweile fast serienmäßig mit Aufnahmefunktion ausgestattet, also gleich Gerät gewechselt, Interview geführt und voller Zufriedenheit über das erste geführte Interview überhaupt die Lokalität verlassen.

Doch wie sich beim Versuch des ersten Probehörens herausstellte, hat der Speicher am Handy nicht ausgereicht, wodurch ein Großteil der Aufnahme verloren gegangen ist…entsprechend groß mein Ärger. Daher ist es mir leider nicht möglich, hier das Interview – wie ursprünglich geplant – wortwörtlich wiederzugeben, ich bitte um Verständnis.

Die Anfänge

Jojo Mayer, geboren als Sohn eines Bassisten, zeigte schon sehr früh Begeisterung fürs Trommeln. Aufgewachsen in einer musikalischen Familie stellten die LPs, die seine Eltern hörten – wie etwa von Frank Sinatra – den größten musikalischen Einfluß dar, als er begann Schlagzeug zu spielen. Besondere Schwierigkeiten oder Hürden gab es für ihn nicht, als er anfing das Instrument zu lernen. Er meint dazu, man müsse mit dem Instrument wachsen, dann lassen sich für eventuell auftretende Probleme auch Lösungen finden.

In seiner Karriere viel herumgekommen, kennt Jojo Mayer unterschiedliche Musikszenen in verschiedenen Ländern gut, so auch Wien. Von der hiesigen Musik- und insbesondere Jazz-Szene zeigt er sich begeistert. Diese Qualität hat für ihn auch damit zu tun, daß Wien eine Stadt „mit langer Tradition“ ist.

Derzeitige und zukünftige Projekte

„Letztes Jahr hab ich 200 Performances gemacht, auf 4 Kontinenten. Jetzt über den Sommer gönn‘ ich mir ein bißchen Ruhe.“ 10 Monate war Jojo Mayer im letzten Jahr international auf Tourrnational. Vor allem mit seinen Bands Nerve und Depart.  Aber auch solo war er, aus Anlaß der Veröffentlichung seines Lehrvideos „Secret Weapons for the Modern Drummer (Juli 2007)“ auf Clinics unterwegs. Insgesamt 200 Performances auf 4 Kontinenten. Über die Sommermonate nimmt sich Jojo Mayer eine kleine Auszeit. Aber ganz untätig wird er trotzdem nicht bleiben. Unter anderem stehen Studioaufnahmen in New York mit Ellit Mason, zwei Festivals und die Remo Drummernight in London auf dem Programm.

Richtig los geht’s dann wieder im Herbst:

„Ende August mach ich wieder ein paar Workshops und dann bin ich ab September in Asien und auch Europa auf Tour. Im November sind wir zwei Wochen mit Depart nochmal auf Tour. Dann werde ich wahrscheinlich eine neue Platte machen und dann fang ich mal an das Drehbuch für das nächste Video zu schreiben .“

Details zum nächsten Video wollte er noch nicht verraten, da es noch „Zukunftsmusik“ darstellt und wir frühestens 2010 mit der Veröffentlichung rechnen können. Es steht wohl trotzdem schon fest, daß es mit Sicherheit wieder ein Video wird, von dem es viel zu lernen geben wird.

Tip für die Beatboxxer

Den Beatboxxer und allen anderen Nachwuchsschlagzeuger läßt der Profi ausrichten: Immer daran denken, daß das Schlagzeug ein Musikinstrument ist und man als Schlagzeuger Musik macht, auch beim Üben.

 

http://www.jojomayer.com

http://www.departjazz.com

 

Foto: Christoph Hofer

Text: Matthias Rigal