Workshop „Djembe & Doundoun“

Der afrikanische Kontinent ist reich an musikalischen Traditionen. Wesentliches Merkmal ist dabei vielfach die starke Betonung der rhythmischen Komponente von Musik. Weltweite Berühmtheit erlangten die perkussiv geprägten Musikkulturen der Mande-sprachigen Ethnien in Westafrika. Die westafrikanische Djembe, eine kelchförmige Handtrommel, ist neben den Doundoun (Basstrommeln) eines der zentralen Instrumente. Die Beatboxx lädt alle Interessierten ein gemeinsam mit Naby „Lebon“ Traore (s.u.) auf Entdeckungsreise zu gehen und dieses faszinierende Instrument kennenzulernen oder bestehende Erfahrungen zu vertiefen.

Djemben können in begrenzter Anzahl zur Verfügung gestellt werden. Eigene Trommeln, wenn vorhanden, bitte mitbringen.

Workshopleiter: Naby „Lebon“ Traore

www.come-n-drum.com

Datum: Freitag, 09. September 2016

Uhrzeit: 17:30-20:00

Ort: Beatboxx (Praterstraße 27, 1020 Wien)

Teilnahmegebühr: € 45,- / € 35,- für Beatboxx-Mitglieder

TeilnehmerInnenzahl: mind. 4 Personen

Anmeldefrist: 02. September 2016; kurzfristige Anfragen an christian.gloeckler@beatboxx.at

Naby-Traore

Naby „Lebon“ Traore wurde in Conakry, Guinea (Westafrika) in eine Künstlerfamilie hineingeboren. Seine Mutter Mbalia Sylla war Tänzerin und Sängerin beim berühmten Ballet National de Guinée. Bereits als Kind war er bei ihren Auftritten dabei und entdeckte so seine eigene Begeisterung für die Musik und den Tanz. Schon im Alter von 12 Jahren wurde er Mitglied der örtlichen traditionellen Band „Comité Mamadou Konate“ in Conakry und sammelte dort erste Trommelerfahrungen. Er blieb viele Jahre bei dieser Band und wurde als Trommler ausgebildet. Mit 18 Jahren wandte er sich zusätzlich dem afrikanischen traditionellen Tanz zu und wurde innerhalb der Band von herausragenden Lehrern auch als Tänzer unterrichtet.
Im Jahr 1992 zog er nach Gambia und trat dort dem African Ballet of Gambia bei, mit dem er zunächst hauptsächlich als Tänzer auftrat. Die große Fatou Sylla, Gründerin des African Ballet, war seine Lehrerin. Neben dem Tanz spielte er aber auch zahlreiche Instrumente, hauptsächlich Djembe und Doundoun. Später konzentrierte er sich vor allem auf die Djembe. Er blieb bis zum Jahr 2000 beim African Ballet. Danach war er Mitglied bei zahlreichen berühmten Musikgruppen in Gambia, unter anderem bei Fatala und Folonco. Im Jahr 2005 gründete er zusammen mit dem Briten Mike Armstrong seine Trommelschule „Drumculture“ in Gambia. In dieser unterrichtete er Schüler aus der ganzen Welt, vor allem aus Großbritannien, aber u.a. auch aus Irland, Schweden, Deutschland, Österreich, der Schweiz, Australien und den USA. Seine Schüler schätzen ihn als großartigen Lehrer.
Seit 2009 lebt Lebon jetzt großteils in Österreich und hat hier die traditionelle Formation BATAFON sowie die fulminante Percussionband TALKING DRUM mitbegründet. Neben seiner Musikertätigkeit widmet er sich auch hier dem Trommelunterricht und gibt Workshops für Erwachsene aber auch für Kinder jeden Alters. Seine Tätigkeit führte ihn auch in zahlreiche österreichische Schulen und Kindergärten.