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Vom Trap-Drummer zum Foley Artist

Um von vornherein Missverständnisse zu vermeiden soll gleich geklärt werden was die Bezeichnung Trap-Drummer bedeutet. Man könnte denken hier geht es um das gegenwärtig beliebte Genre Trap, was jedoch falsch ist. Viel mehr ist der Begriff eine Bezeichnung für die Sounddesigner aus der Stummfilm-Ära. Was heute noch von diesem Berufsbild übrig ist, nennt man Foley Artist doch dazu später mehr. Zuerst wagen wir einen Blick in die Vergangenheit.

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Zu Beginn des 20. Jahrhunderts begann die Filmbranche zu wachsen und Filme wurden immer mehr zum massentauglichen Unterhaltungsmedium. Um die damals stummen Filme für das Publikum interessanter zu machen, wurden diese meistens live orchestriert. Doch war Musik nicht das einzige, was live eingespielt wurde. Den Schlagzeuger und Percussionisten und Percussionistinnen dieser Orchester, kam die Aufgabe zu, bestimmte Soundeffekte zu erzeugen. Die Klassiker hierbei wären beispielsweise das Galoppieren eines Pferds oder ein den Bahnhof verlassender Zug. Doch wie wurden diese Geräusche damals erzeugt? Zu Beginn war vieles wohl selbst gebastelt und improvisiert. Da aber zu dieser Zeit die Anzahl der Theatersäle welche Filme zeigten, durch die Decke ging, entstand eine Nachfrage, die es zuvor nicht gegeben hatte. Die Trap-Drummer traten also vermehrt an die Schlagzeughersteller heran und wollten Instrumente, um bestimmte Sounds imitieren zu können. Viele Hersteller begannen solche Dinge zu bauen. Allen voran die noch heute populäre Firma Ludwig Drum Company (die damals noch Ludwig & Ludwig hieß). Es ist faszinierend mit was für Ideen damals herumexperimentiert wurde. Teilweise waren es recht übliche Gegenstände, mit denen die Geräusche erzeugt wurden, wie z.B. eine Feile oder ähnliches. Auf der anderen Seite gab es auch ausgefallenere Sache wie z.B. eine Bootspfeife.

Heute gibt es den Trap-Drummer wohl nicht mehr als Beruf, es sei denn bei einzelnen Ausnahmen wie Vorführungen von alten Stummfilmen. Fakt ist jedoch, dass mit den ersten vertonten Filmen, oder „Talkies“ wie sie früher genannt wurden, eine große Anzahl an Schlagzeugern und Schlagzeugerinnen ihren Job verloren.

Das, was heute noch von den Trap-Drummern übrig ist, wird nun Foley Artist genannt. Der Begriff Foley stammt dabei vom ersten Künstler seiner Art: Jack Foley. Dieser vertonte als erster einen Film hinterher (1927, The Jazz Singer). Dabei wurden die Dialoge im Originalton aufgenommen und alle weiteren Geräusche im Nachhinein. Der Unterschied zwischen den beiden Berufen ist also, dass der Trap-Drummer alles live mitgespielt hat und der Foley Artist im Tonstudio arbeitet. Auch die Art und Weise der Geräusche hat sich verändert. Vertonte Filme haben den Dialog im Fokus und sind deswegen weniger auf beispielsweise „Comedy Geräusche“ oder ähnliches angewiesen, um die Handlung zu unterstreichen. Die Aufgabe des Foley Artists ist es, die Geräusche nachzusynchronisieren, die bei der Filmproduktion schwer aufzunehmen sind bzw. nicht zufriedenstellend aufgenommen wurden. Dabei handelt es sich meistens um Dinge wie das Laufen auf Parkett oder das bereits erwähnte Galoppieren von Pferden. Die berühmten Komiker von Monty Python haben diesen Effekt sogar als Gag eingebaut: In Die Ritter der Kokosnuss reitet der Ritter nicht auf einem Pferd, sondern ein zweiter Mann folgt ihm ständig und imitiert das Geräusch des Galoppierens mit Kokosnussschalen. Auch in den bekannten Filmen mit Bud Spencer und Terence Hill oder ähnlichen Filmen aus dieser Zeit, kann man bei den Prügelszenen den Foley Artist deutlich hören. [embed]https://www.youtube.com/watch?v=OONaPcZ4EAs[/embed]

Es drängt sich jedoch die Frage auf was in der heutigen Zeit, wo es unzählige Samplebanks und digitalisierte Originalgeräusche gibt, ein Foley Künstler bzw. Künstlerin noch zu tun hat? Natürlich werden heute Bootshupen nicht mehr nachgeahmt da man ja einfach eine echte Hupe aufnehmen und sie einspielen kann. Jedoch gibt es ganz viele Geräusche, die nicht so statisch sind und bei denen Timing eine wichtige Rolle spielt. Das Reiben von Kleidungsstücken beispielsweise, muss nicht nur ein authentisches Geräusch darstellen, sondern auch genau mit den Bewegungen im Film übereinstimmen. Es gibt eine Menge Samples jeglicher Art, jedoch wäre diese Aufgabe eine Suche nach der berühmten Nadel im Heuhaufen. Man kann sich also Vorstellen, dass Foley Künstler und Künstlerinnen auch heute noch so manches nachträglich zu vertonen haben. Es sind vor allem viele kleine Dinge und für den Zuschauer eher unauffällige Geräusche die hier ins Gewicht fallen.

Auch wenn das Berufsfeld sicherlich kleiner geworden ist und vieles heute von Sounddesignern digital produziert wird, kann man doch nicht immer auf einen Foley Artist verzichten. Auch die meisten der slapstickartigen Geräusche und Sounds, die wir aus älteren Filmen kennen, sind größtenteils verschwunden. Dennoch ist es bei so manchen Geräuschen die einen Film zieren ein witziger Gedanke, wenn man sich eine Person im Studio vorstellt die diesen Sound imitiert.

Fotos: Vintage Percussion Sound Effects

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Roland Hanslmeier

Diesmal haben wir einen Drummer des Monats, der vielseitiger nicht sein könnte. Roland Hanslmeier spielt in Jazz-Kombos, macht Live-Electro und gibt außerdem bei der Grazer Indie-Band Granada den Takt an. Im Gespräch mit BACKBEAT erzählte er uns, wie er zur Musik kam, wie man bei jedem Konzert 120 Prozent geben kann und was Pop-Musik für ihn bedeutet. 

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Geschichte der Beatboxx

Ein Kompetenzzentrum für Schlagzeug unabhängig von deinem können und deiner Erfahrung. Deine Mitgliedschaft gibt dir die Möglichkeit, das von uns über lange Jahre aufgebaute Wissen, unsere Sammlung an akustischen Schlagzeugen sowie elektronischen Schlagzeugen (E-Drums), Tonanlagen, Noten, Medien und unsere speziell für Schlagzeug konzipierten Proberäume zu nutzen. Egal ob du gerade beginnst ambitioniert Schlagzeug zu spielen und dich so facettenreich wie möglich weiterbilden möchtest oder bereits ein professioneller Drummer bist. In der Beatboxx geht es um alle Aspekte der Drums.

Wir bieten eine Vielzahl von Workshops sowie Gruppen- und Einzelunterricht. Zum Kennenlernen empfehlen wir unseren Schnupperkurs Jeder ist eingeladen bei unseren Events mitzuwirken. Wir veranstalten regelmäßig Konzerte und Auftritte mit Sambagruppen und anderen Drum-Ensembles. Der Höhepunkt des Beatboxx-Veranstaltungskalenders ist jedes Jahr das Drummer Camp Wien bei dem nationale und internationale Drumming-Größen gastieren. Unsere Mitglieder hatten in den letzten Jahren die Möglichkeit Musiker wie Derrick McKenzie, Ralf Gustke, Mike Mancini, Thomas Lang, Ian Chang, Florian Koch und Annika Niles hautnah zu erleben und kennenzulernen.

Mit unseren Drummer Days bieten wir jedes Jahr zu Ostern und Pfingsten Tagescamps für Kinder an. Der Schwerpunkt dieser Kinderbetreuung liegt im rhythmischen Bereich. Die Teilnehmer lernen unterschiedliche Trommeln kennen und beschäftigen sich ausgiebig mit Musik und Schlagzeug und Percussion im speziellen.

Mit unseren Proberäumen die in Zusammenarbeit mit unseren langjährigen Partnern Yamaha und Meinl exklusiv für unsere Mitglieder zur Verfügung stehen, bieten wir ein in Wien unvergleichbares Angebot mit hochqualitativen Schlagzeugen und erstklassigen Becken. Durch die Vermietung an ausschließlich angeschlossene Mitglieder können wir garantieren, dass sich die Instrumente immer in einwandfreiem Zustand befinden.

Das In-house Tonstudio macht die Beatboxx zu einem Drummer Paradies. In unserer Studioboxx werden zwei Mal jährlich Recording Sessions gehalten bei denen mit professionellem Equipment aufgenommen wird. Schüler und Mitglieder der Beatboxx nehmen Songs auf, die sie sich über einen längeren Zeitraum erarbeitet haben – eine Momentaufnahme bei der man die Situation im Recording Studio kennenlernt. Eine ideale Vorbereitung für eventuelle, spätere Aufnahmen mit der eigenen Band.

Die Studioboxx kann auch für professionelles Drum Recording gebucht werden. Mit dem riesigen Sortiment an legendären Trommeln verschiedener Hölzer und Metalle (Supraphonic, Black Beauty, Slingerland, Ludwig, Manu Katche, JR Robinson Signature), bietet die Studioboxx das ideale Umfeld für Drum Recordings in allen stilistischen Bereichen. Ob John Bonham – Vintage Drum Sound der 60s und 70s oder modernen Sound, bei uns werdet ihr fündig. Einen Überblick bekommst du hier.

5000 Playalongs für SchlagzeugerInnen und zehn Meter Bücher & DVDs halten wir für unsere Mitglieder bereit. Deinem Selbststudium steht nichts im Wege. Die Materialkunde ist ein wichtiger Bestandteil des Wissens eines Musikers. Unsere Mitglieder können unser gesamtes Instrumentarium testen und sich ohne alles gleich kaufen zu müssen ein Bild machen, was die Unterschiede der verschiedenen Pedale, Snares und Becken angeht. Auch diverse Percussion und Schlaginstrumente sowie Zubehör das man nicht ständig braucht kann man sich auf diesem Wege beschaffen ohne unnötige große Ausgaben. Schnell ein Practice Pad für den Urlaub, eine Side Snare für den einen Gig, Timbales, Congas, Cowbells, Cajons, Multi Clamps, eine Tonanlage für einen Gig oder eine Party. Alles unter einem Dach!

Ein Drummer ohne Beatboxx Mitgliedschaft ist wie ein Autofahrer ohne Automobil Club. –Benny Greb

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